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Mit den KSH zum Priwall

Sieben Erwachsene und zwei Kids (noch nicht paddelfähig) machten sich am Freitag auf den Weg über die Autobahn zum Außenstützpunkt des Kanusports Lübeck. Angesichts der Wettervorhersage mit Gewittern und Dauerregen schon etwas wagemutig. Zurückblickend lag diese aber zu unserem Glück komplett daneben.

Einen tollen Platz fanden wir dort vor. Er liegt sehr idyllisch und doch mittendrin im Geschehen. Am Freitagabend absolvierten wir gleich noch eine Abendrunde auf der Ostsee. Am Passathafen und der Passat vorbei, zum wunderbaren Strand des Priwalls. Das Beste waren die Wellen. Es war bei einigen hohe Konzentration gefordert, um die gut abzureiten. Andere hingegen nahmen sie ganz locker und riefen "mehr Welle". Kurz vor der Dämmerung waren wir zurück und stärkten uns auf dem schönen Platz. Die großen Fähren konnten wir genau beobachten und die Lichter der gegenüberliegenden Seite von Travemünde boten uns eine herrliche Silhouette.

Am Samstag, nach einem ausgiebigen Frühstück, entschlossen wir uns zu einer großen Runde „rund Priwall". Der erste Abschnitt auf der Ostsee, dann mussten wir ca. 800m umtragen, bzw. die Bootswagen ausprobieren. Am Strand war es mühsam, besonders wenn die Bootsreifen eher klein und schmal geraten waren und sich tief in den Sand eingruben. In der Trave wieder eingesetzt und noch ein Stück diese erst auf- und dann hinabgepaddelt und auf die andere Seite und zurück zum Passathafen. Große Fähren passieren, Segler fahren Richtung Ostsee und wir mittendrin.

Am Nachmittag spielten die Wellen mit uns und wir mit ihnen (heute waren sie gut beherrschbar) und einige unserer Paddler genossen ausgiebig die warmen Temperaturen der Ostsee. Sie rollten, stützen, stiegen ein und aus, andere spielten nur in den Wellen. Währenddessen spielten die Kids am Strand, die Eltern wechselten sich in der Betreuung ab so daß alle mal aufs Wasser konnten. Der Beweis für die Vereinbarkeit von Familie und Kanusport wurde somit erbracht.

Am Sonntag gab es zwei, die schon um 6:00 Uhr die Sonne aufgehen sehen wollten, leider wollte sich die dicke dunkle Wolke nicht rechtzeitig verziehen. Das tat der Stimmung auf dem Wasser keinen Abbruch. Zum Frühstück aber schien die Sonne wieder. Die Sonne und angeregte Gespräche ließen uns beinahe vergessen daß wir noch aufs Wasser wollten. Aber dann ging es doch noch los. Dieses Mal wurde die Westseite der Bucht erkundet. Der Wind kam aus West und deckte die See am Ufer ab. Wellen und Dünung konnten weiter draußen genossen werden. Es scheiden sich die Geister ob es auf Hin mit Wellen von vorne oder auf Rück mit schiebenden Wellen von schräg hinten mehr Spaß gemacht hat. Einigkeit herrschte dann wieder an dem Punkt daß ein bisschen Auf und Ab mehr Spaß macht als Windstille und Ententeichbedingungen. Seekajaks wollen schließlich artgerecht bewegt werden!

Eins ist sicher nach dem rundum gelungenen Wochenende: Der Priwall wird uns wieder sehen (Text: Birgit & Karsten/ Bilder: Birgit, Karsten & Roman).

Einige von uns sind "mal ebend" den 27. Blockland-Marathon des Bremer Landes-Kanu-Verbandes gefahren.
Und haben die Tour auf Lesum, Wümme und den Gräben verdammt schnell erledigt ;-)
Vier mal Platz 1! Herzlichen Glückwunsch! (Text: Britta/ Foto: Roman)

Übungen zum Wiedereinstieg in der KSH-Bucht

Wer einmal beim Wiedereinstiegstraining in unserer Bucht dabei war, hat ein gutes Gefühl dafür, wie wichtig diese Übungen sind. Sowohl für den zu Rettenden, der ja irgendwie wieder ins Kajak kommen muss, wie auch für den Retter, der im Zweifel sein einziger Anker ist. Und deshalb sehr genau wissen sollte, was er da tut.

Toll, dass der KSH dieses wichtige Training zweimal jährlich anbietet. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit und es wurde mit Spaß und massig Kraftanstrengung gezogen, gezerrt, gerobbt und geschnauft. Die einzelnen Schritte zum Wiedereinstieg könnt ihr in unserem Artikel vom 24. Juli 2021 nachlesen.

 

Wir amüsieren Euch stattdessen in diesem Jahr mit unserem Kenter-Bingo

Das Wasser ist
überhaupt nicht kalt

Was hier alles im Schlamm steckt, weiß keiner so genau

Nur noch ein gaaanz
kleines Stück...

 

Schnauf!

Jetzt musst Du „nur noch“
in die Leinen greifen.

Du kannst auch den Fuß einhaken und Dich hochziehen.

Meine Nasenklammer
ist verrutscht

Nein, nicht diese Leine!

Elegant gelöst...

Jetzt „einfach nur“ umdrehen und in den Sitz rutschen.

Letztes Jahr hab ich das aber noch besser hingekriegt...

Waren wir anfangs
nicht zu fünft?


Und das Wichtigste von allen, die allererste Frage, die dem Gekenterten immer gestellt wird: „Geht's Dir gut?“ (Text: Britta,Vibeke/ Fotos: Mona)

 

Der RdE zu Besuch beim KSH

Andere Reviere kennen lernen? Immer eine gute Idee! Das dachten sich auch einige RdE-ler aus Blankenese und gastierten - trotz des gesperrten Elbtunnels – Ende Juli für eine Reiherstiegrunde beim KSH. Einige Paddlerinnen und Paddler gönnten sich schon am Vorabend bei wunderbarem Licht eine kleine Runde in den Harburger Binnenhafen. Um danach dann die Möglichkeit zu nutzen, beim KSH preisgünstig und in wunderschöner Umgebung zu zelten.

Am nächsten Tag waren dann 14 Kanuten am Start. Die meisten paddelten zum ersten Mal zwischen Süderelbe und Wilhelmsburg - und waren begeistert vom Kontrast der Natur auf der Pionierinsel auf der einen und dem Industriehafen in Reiherstieg und Rethe auf der anderen Seite. Neben viel Lob für unser spannendes Revier gab es auch viel positives Feedback zum Vereinsgelände. Ganz besonders auch zu den neu gemachten Duschen und Umkleiden.

 

 

Der Kontakt zum RdE ist für beide Seiten eine schöne Chance, mal in andere Konstellation und auf anderen Gewässern unterwegs zu sein. Einige Blankeneser, die den KSH bisher nicht kannten, erwägen nun, die Kanustation bei zukünftigen langen Touren als Zwischenstopp zu nutzen und auch anderen Paddlern die Station zu empfehlen.

Der RdE bedankt sich herzlich beim KSH und kommt gerne wieder (Text/Fotos: Karsten)

Laut kreiste am 31.07.2022 ein Hubschrauber über dem Diamantgraben. Was war passiert? In der Bucht war ein großer Ölfilm auf dem Wasser, dieser war telefonisch der Polizei gemeldet worden. Um die Quelle auszumachen wurde der Hubschrauber eingesetzt: Nur aus der Vogelperspektive kann identifiziert werden, woher das Öl kommt.

Fällt Euch solch eine Verunreinigung und Umweltverschmutzung auf, dann ruft die Polizei. Entweder die Kollegen vom nahe gelegen WK3 (+49 40 428665310) oder auch über 110. Tipp der Polizei: Nicht lange zögern - Warten erschwert die Ermittlungen (Text/Foto: Karsten).

Premieren-Feeling bei der ersten Sommerregatta des KSH

 

So was hat der Diamantgraben in der knapp 70-jährigen Geschichte des KSH noch nicht gesehen! Da wuselten Paddler eifrig um die Stege herum, transportierten wie DHL und DPD große Pakete sowie allerhand anderes Gedöns und zwängten die langen Kajaks durch knackig enge Kurven. Alle verrückt geworden? Nein! Beim Verein fand die allererste Sommerregatta überhaupt statt!

 

In vier Disziplinen mussten sich die enthusiastischen Teilnehmer bewähren. Gleich zu Beginn: Massenstart à la KSH: Sechs Paddler gaben alles, um die Pionierinsel zweimal in Bestzeit zu umrunden. Die erfahrenen Marathonfahrer setzten sich gleich nach dem Start in Windeseile ab und hinterließen nur Kielwasser. Wohl dem, der auf der ablaufenden Elbe dicht am Ufer blieb und das Kehrwasser zu nutzen wusste, um ein paar wertvolle Sekunden zu gewinnen. Schnell zog sich das Feld auseinander, bis die alle per Handschlag auf den Steg ihr Zurückkommen signalisiert hatten.

 

Nach so viel positiver Power wollte keiner aus dem Boot aussteigen, sondern lieber gleich die nächste Aufgabe in Angriff nehmen. Acht kleine Goldbären waren an diversen Stellen in der Bucht versteckt. Mit einer Karte bewaffnet wurden die Stege von Hausbooten, Yacht- und Ruderclub angesteuert. Um... erstmal nichts zu sehen. Denn die kleinen Tierchen waren supergut zwischen Bohlen und Unterbauten getarnt. „Es sind erst sechs gefunden!“ hallte der Ruf über's Wasser, während einige Stellen minutenlang mit Argusaugen abgesucht wurden - nur um am Ende festzustellen, dass man die Bärenhöhle gleich mehrmals übersehen hatte.

 

Nach einer kleinen Umbaupause stand dann plötzlich ein großer, geheimnisvoller Sack auf dem Steg. Dieses Mal mussten die Paddler einzeln starten. Die Aufgabe: Zwei Gepäckstücke durch einen fies eng gebauten Bojenparcours transportieren. Das ohne Verluste, denn dafür drohten Minuspunkte. Nichts leichter als das? Von wegen! Keines der Teile durfte am Kajak befestigt werden. In dem Sack lagen leichte, leere Pappkartons, ein großes Osterei, ja, sogar eine Gießkanne, Holz-Clogs und ein Anti-Schling-Napf für Hunde. Was genau mit auf die wackelige Reise sollte, entschied das Los. Da hieß es Nerven bewahren, wenn der Wind gleich beim Start einen der Kartons vom Boot wehte oder wenn man nach vorsichtig gefahrenen Kurven beim Anlegen hektisch wurde, sich zu sehr neigte und das Päckchen in der letzten Sekunde noch im Schlick versank. Den besten Posten hatten die Paddler, die gerade nicht dran waren: Hoch oben auf dem Steg ließ sich das Geschehen herrlich beobachten - und kommentieren.

 

Wohlverdient waren dann die Leckereien, die bei der letzten Disziplin schmeckten: Ein Quiz. Wer noch schnell gegoogelt hatte, wann der KHS gegründet wurde, hatte es auch nicht leichter in dem kleinen Multiple-Choice-Test. Gefragt wurde nämlich unter anderem, wann es mit dem Sportbetrieb losging. Mit Urkunden, einem Trostpreis und natürlich einer Siegertrophäe in Form einer Münze endete ein super-lustiger, toller Tag. Danke an Sportwartin Vibeke, die alles so fantasievoll und klasse organisiert hat. Und im nächsten Jahr bitte unbedingt eine Wiederholung! (Text: Britta / Bilder: Vibeke, Birgit, Britta)

 

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