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Blocklandmarathon 2018

Obwohl so nah gelegen, hatten wir es noch nie geschafft den Blocklandmarathon in Bremen mitzufahren. In diesem Jahr passte uns der Termin gut und so fuhren wir gemütlich am Samstag vormittag zum TURA Bremen e.V., dem Gastgeber der Veranstaltung.

Der Start war auf halb zwölf angesetzt, so dass schon vorab Zeit blieb, um mit alten und neuen Bekannten ein wenig zu schnacken. Da die Lesum wie auch die Wümme unter Tideneinfluss stehen, war geplant die Runde in diesem Jahr im Uhrzeigersinn zu paddeln. Uns war der 41 Kilometer lange Rundkurs bereits von einer Tour im Frühjahr bekannt, so dass uns die Orientierung keine Schwierigkeiten bereiten sollte.

Die Strecke beinhaltet drei Umtragestellen. Dort jeweils zu schleusen ist möglich, da dies jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt, wollten wir tragen. Gegen das Verrutschen klebte ich mein Sitzkissen ins Boot, testete die Position und stellte bei der Gelegenheit fest, dass sich eine Verklebung des Stemmbrettes gelöst hatte und es dadurch unbenutzbar geworden war-25 Minuten vorm Start. Ohne Fußstütze ist schnelles Paddeln kein Vergnügen. Sofort bekamen wir Unterstützung in Form von Werkzeug durch Vereinsmitglieder von TURA. Leider war der Akkuschrauber nicht ausreichend geladen. Ein Freund hatte schließlich eine zündende Idee. Mit einem Spanngurt war eine stabile und einfache Lösung geschafft und wir noch rechtzeitig auf dem Wasser.

Mit auflaufendem Wasser ging es zunächst die Lesum entlang und dann hinein in die kurvige Wümme. Die erste Umtragestelle sollte nach etwa der Hälfte der Strecke an der Kuhsielschleuse liegen. Ab etwa drei Kilometer vorher war jedoch das Wasser noch so flach, dass wir deutlich weniger zügig voran kamen, da sich unser Seestern mit der geringen Wassertiefe schwer tat. Die uns bis dahin begleitenden flotten Einerkajaks fuhren uns davon.

Nach der Schleuse ging es schnurgerade drei Kilometer durch den Kuhgraben. Vorbei war es mit der Strömung. Am Ende des Kuhgrabens links liegt das Ziel der Kurzstrecke. Wir bogen nach rechts in die Kleine Wümme ab. Schon kurze Zeit später trugen wir an einer Schleuse erneut um.

Beidseits der Strecke gab es einiges zu sehen. Immer wieder fuhren wir an kleinen Häuschen vorbei. An einer Kreuzung, welche uns verunsicherte, weil die eigentliche Strecke so zugewachsen aussah, teilte uns eine Bewohnerin vom Rand aus mit, dass bisher einige Teilnehmer links und andere rechts lang gefahren wären. Wir entschieden uns für rechts und erreichten bald die Dammsielschleuse, hinter welcher wir wieder in die Wümme einsetzen sollte. Deren Wasserstand war inzwischen gewaltig hoch. Jedoch lief das Wasser noch immer zügig auf. Das Ziel bei TURA lag noch neun Kilometer entfernt. Also paddelten wir die übrigen Kilometer immer am Rand entlang, gegen die Strömung an. Und tatsächlich gelang es uns zum Schluss noch eines der schnellen Kajaks einzuholen, welches wir zwischenzeitlich gar nicht mehr gesehen hatten. Floppes Ziel, mal einen Marathon in unter vier Stunden zu absolvieren, verpassten wir jedoch um einige Sekunden.

Für die Ankommenden gab es ein Kuchenbuffet mit großer Auswahl an Leckereien, Kaffee und Gutes vom Grill. Bei herrlichem Wetter saßen wir mit vielen Leuten über die Siegerehrung hinaus bis in die frühen Abendstunden zusammen und tauschten uns über vergangene und zukünftige Paddelabenteuer aus. Ein wirklich runder Tag!

Caro & Floppe

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