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Brandenburg Marathon 2018

(22.09.2018)

Kräftig pustet der Wind in Viererstärke an diesem Herbstwochenende über die Seen um Brandenburg an der Havel. Doch das ist genau das richtige Wetter für die Emma, ein Wind 555 Seekajak, eins von drei Booten, mit denen der KSH zum Marathon an den Start gegangen ist. An diesem Samstag bleibt es trocken und das Kräftemessen beschränkt sich auf Wellen und Wind. Ein ganzes Stück geht es auf dem 29km Rundkurs gegen die Windrichtung, doch die Emma gleitet unbeeindruckt von Welle zu Welle. So als würde sie nur auf den Moment warten, an dem wir zu dem Punkt der Strecke gelangen, an dem wir endlich den Wind achtern bekommen und uns auf die Wellen setzen können. Einmal so in Fahrt werden die seitlichen Wellen kurz vor der Einfahrt in die Havel zum Surf-Spielplatz, auf dem die Emma ihr größte Stärke zeigt: Stabilität bei rauen Bedingungen. Die letzen Kilometer des Marathons zurück zum Startpunkt beim BSC Süd 05 verlaufen dann eher gemächlich. Ein Sportboot nimmt uns ein kleines Stück auf der Heckwelle mit. Nützt aber nicht viel. Die Spitzengruppe in teilweise Surfskis und/oder starker 2er-Besetzung, wie Caro und Floppe im Seestern „Potzblitz“, hatten Robert (unterwegs in seinem „PB Storjo“) und ich schon kurz nach der ersten Wende auf dem Beetzsee aus den Augen verloren. Dafür erwarten sie uns nun gemeinsam mit Mona und dem großen Kuchenbüffet am Vereinshaus. Und damit nicht genug, nach der Siegerehrung findet am Samstag noch ein gemeinsames Grillen statt, das die große Gastfreundschaft des BSC Süd 05 noch einmal herausstellt. Bei der Bootshaus- und Flottenbesichtigung wird kurzerhand entschlossen, am nächsten Tag den in den Hallen schlummernden K4 für eine Testfahrt auszuleihen. Unterstützt von anderen Marathonteilnehmern, wagen Mona und Floppe die, zur kleinen Enttäuschung der anwesenden Beobachter, sehr erfolgreiche Probefahrt. Bevor wir den Heimweg antreten, geht es noch eine kleine Runde auf Stadtrundfahrt per Kajak, da stört auch der leicht einsetzende Regen nicht mehr. Zum Abschied werden wir gleich für nächstes Jahr eingeladen. Doch auch abseits der Marathon-Veranstaltung bietet sich dieser sympathische und gut gelegene Verein als Station für Paddelfreunde an.

Text: RomanIMG 0007IMG 0001IMG 0006IMG 0005Fotos Marathon: Heiner Schäferimage1Foto K4: Robert Tusch

Reparaturkurs

Am Samstag den 15. September trafen sich um die Mittagszeit einige interessierte Vereinsmitglieder am KSH, um unter der Regie von Jörg an den eigenen und den Vereinsbooten notwendige Reparaturen vorzunehmen.

Nach einiger Zeit waren alle mit Arbeit versorgt und gut angeleitet. Das Schleifen zum Vorbereiten der zu Bearbeitenden Stellen stand zunächst im Vordergrund.

Neben kleineren Baustellen am Gelcoat war auch das Aufbringen von Flicken unumgänglich, ein Poloboot bekam quasi eine neue Haut!

Unbeständiges Wetter mit wiederholten Schauern veranlasste uns dazu, unser Tun in den Keller zu verlegen. So blieben die noch zu bearbeitenden Boote trocken und die geflickten Stellen konnten über Nacht aushärten.

Das gern genutzte Wanderboot “Dübel“ ist nun wieder einsatzbereit und auch die “Ilmenau“ darf wieder aufs Wasser. Und die anderen Boote mit Bedarf warten bis zum nächsten Mal.

Alle haben wir einiges gelernt-herzlichen Dank an Jörg!

Bootsreparatur

1000 Seen-Marathon 2017

Der 1000 Seen-Marathon ist für mich ein Art Saisonabschluss. Die Stimmung bei der Veranstaltung hat schon fast Festivalcharakter. Obwohl der Marathon eine Zeitfahrt ist, ist bei dieser Breitensportveranstaltung jeder herzlich willkommen. Kanuten in Rennbooten sind hierbei ebenso am Start, wie Familien und Wanderpaddler, die sich den ganzen Tag Zeit lassen. Zur Auswahl stehen drei Strecken mit 21km, 42km und 62km.

In diesem Jahr wollte ich wieder mit Caro im Roock-Schmidt K2 die 42km in Angriff nehmen. Eines der neusten Mitglieder im Kanusport Harburg (KSH), Robert, schloss sich uns an.

Bereits am Donnerstag machten wir uns auf die Reise nach Diemitz, zum C 24, dem Campingplatz von Biber-Tours, früh genug um auf dem noch recht leeren Platz an der Stelle unserer Wahl zu zelten.

Nach einer herrlich ruhigen Nacht und ausgiebigem Ausschlafen ging es aufs Wasser. Uwe, mit dem ich schon häufiger auf Schlei und Ostsee unterwegs war, schloss sich uns an. Wir paddelten eine schöne Runde, welche weitestgehend der Strecke des Halbmarathons entsprach, und konnten uns so wieder mit den geografischen Gegebenheiten vertraut machen. Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr waren schon einige Paddler mehr angereist, darunter viele bekannte Gesichter, was zu ausgiebigen Schnackerein einlud. Das Angebot von Robert bekocht zu werden, nahmen wir gerne an. Am Abend berichtete Jörg Knorr in einem Vortrag über eine seiner Kajaktouren in Estland.

Samstag, der Tag des Marathons. An richtiges Ausschlafen war nicht zu denken. Überall hörte man Kanuten, die sich vorbereiteten. Also krochen wir auch aus unseren Zelten und starteten in den Tag. Nach einem kurzen Frühstück ging es mit den Booten zum zwei Kilometer entfernten Start. Über dem Spiegelglatten Wasser hing der Nebel. Statt uns an der Schleuse anzustellen, trugen wir das Boot um, um zum Start auf dem großen Peetschsee zu gelangen. Beim dortigen Starterfloß nannte jeder seine Startnummer und reihte sich anschließend, je nach Ambition, in eine der Startreihen ein. Bei uns wurde es die erste Reihe. Unser Plan: Vollgas auf den ersten zwei Kilometern bis zur Fleeter Mühle, der ersten Umtragestelle, und dann etwas den Druck rausnehmen und die Tour genießen.

Eine besondere Herausforderung in diesem Jahr war der noch immer starke Nebel. Am Start war dieser so dicht, dass man nur etwa 25 Meter weit blicken konnte und das gegenüberliegende Ufer nicht zu erkennen war.

Als das Rennen angezählt wurde, starteten die Ersten wie üblich etwas zu früh. Drei Sportler in Rennbooten, die offensichtlich die Strecke nicht kannten, zogen nach rechts, anstatt nach links in den Kanal einzubiegen. Durch den nicht so glücklichen Start wurde es eng und wir mussten anhalten, um andere Kanuten nicht zu überfahren. Als sich der Tumult wieder aufgelöst hatte, ging es weiter in den Vilzsee. Bei der Umtragestelle an der Fleeter Mühle kamen wir unter den ersten zehn Booten an, so dass wir diese, ohne anzustehen, schnell passieren konnten. Die Überraschung lauerte eine Ecke weiter: Auf dem Rätzsee sahen wir, dass wir nichts sahen. Der Nebel war so dicht, dass die Boote in zehn Meter Entfernung kaum mehr erahnt werden konnten. Vom Ufer war weit und breit nichts zu sehen. Hier hatten wir den Vorteil der Erfahrung. Immer wieder sahen wir Boote, die schräg vor uns kreuzten. Gar nicht so leicht war es, den „Ausgang“ aus dem See unter diesen Bedingungen zu finden. Weniger „Wegkundige“ hatten es sich bereits auf unserer Welle gemütlich gemacht. Kurz vor der Drosedower Bek, der nächsten schmalen Verbindung zweier Seen, wurden wir von einem Boot überholt, welches wir vor uns vermuteten. Es war sehr spannend nicht einschätzen zu können, wer alles vor oder hinter einem fuhr. Auch auf dem kommenden See tasteten wir uns durch den dicken Nebel vorwärts. Die ungefähre Richtung war klar, aber deutlich mehr Konzentration als bei guter Sicht notwendig und gefühlt drosselte dies das Tempo deutlich. Leider hatte keiner unserer Mitreisenden Lust, phasenweise die Spitze zu übernehmen. Tatsächlich fanden wir das Kontrollfloß, für Teilnehmer der 21km langen Strecke ist dies der Wendepunkt. Auch die kleineren Seen in Folge, auf welchen die Orientierung schon sehend kniffelig sein kann, brachten wir hinter uns-wenn auch sicher nicht in der Ideallinie, so dass wir schließlich in Wustrow die nächste Umtragestelle erreichten. Dort ließen wir uns etwas Zeit und trugen gehend um. Durch die ambitionierteren Kanuten in der Gruppe, welche liefen, waren wir nicht mehr das erste Boot der Gruppe, was uns ganz recht war. Noch immer war der Nebel recht dicht und wir uns auf dem Plätlinsee nicht mehr so sicher die Navigation betreffend. Das ging den Anderen wohl nicht anderes. So fuhren wir in Schlangenlinien über den See, ohne wirklich zu wissen, wo wir waren und wo genau wir hinwollten. Wider Aller Erwartungen fanden wir jedoch den versteckten Eingang in die Schwaanhavel.

In dieser waren wir mit dem Roock-Schmidt 2er wieder im Vorteil. Sehr robust gebaut und ohne Finne, wie bei den Rennbooten, konnten wir damit durch flaches Wasser, über Äste und umgefallene Bäume ohne zu zögern hinweg düsen. Und so einige Rennboote hinter uns lassen, nachdem es uns gelungen war, diese im kurvenreichen Gewässer zu überholen. Nach der Schwaanhavel hatten wir schon die Hälfte der Strecke geschafft und der Nebel war verschwunden. Über die Havel und über Ausläufer des Drewensee und Wangnitzsee ging es zügig weiter. Zwei, drei Mal zog ein schnelleres Boot an uns vorbei. Unterwegs trafen wir Carsten und Ariane in ihrem 2er, die sich die 62 Kilometer Strecke vorgenommen hatten und ihre Kräfte noch besser einteilen mussten. Nach ein paar gemeinsamen Minuten fuhren wir in unserm Tempo weiter und erreichten bald die Schleuse in Strasen. Da uns das Schleusen zu lange dauert, entschieden wir uns grundsätzlich immer für das Umtragen. Die Ausstiegsstelle ist nicht optimal, das Einsetzen erfolgt an einer etwa einen Meter tiefen Spundwand-aber dank der vielen Helfer und dem stabilen Tourenboot konnten wir auch diesen Abschnitt gut meistern. Nach der Überfahrt einiger weiterer Seen, in einem Abschnitt mit recht viel Motorbootverkehr, kamen wir in Canow zur zweiten Schleuse, unserer letzen Portage. Die in den letzten Jahren neu eingerichtet Anlage mit Lorenbahn und Stegen bietet optimale Bedingungen für das Umtragen. Die letzten gut zwei Kilometer über den Labussee erhöhten wir noch mal leicht das Tempo und konnten so noch einen Einer überholen, welcher nicht die kürzeste Strecke zum Ziel gewählt hatte. Im Ziel angekommen rief jemand: „4 – 0 – 6“ –was uns wunderte, waren wir uns doch sicher, durch den Nebel und den nicht so guten Trainingszustand die Zeit von Vorjahr mit 4:12 Stunden nicht erreicht zu haben. Es dauerte einen kleinen Moment bis uns aufging, dass unsere Startnummer 406 ausgerufen worden war.

Nachdem wir uns getrocknet und gestärkt hatten, nutzten wir die Gelegenheit um noch ein paar der ausgestellten Boote zu testen. Bei so vielen verschiedenen Ausstellern gibt es immer wieder hervorragende Möglichkeiten die verschiedensten Materialien auszuprobieren.

Im Rahmen der geselligen Zusammenkunft am Abend, mit Feuer, Musik, Gesprächen, Bildern und Geschichten des Tages, Getränken und so einigem mehr, gibt es auch eine Siegerehrung, bei welcher neben ein paar der schnellsten Sportler ebenso die ältesten und jüngsten Teilnehmer genannt werden. Die Veranstalter berichten sehr unterhaltsam von kleinen Geschehnissen des Tages.

Auch Sonntag gibt es wieder die Möglichkeit Boote & Co. zu testen oder entspannt mit Bekannten beisammen zu sitzen. Zu einem schon traditionellen Teil des Marathons gehört die Tombola. Die Starnummern dienen als Los und werden bunt gemischt gezogen. Der Zeltplatz wird langsam leerer und auch wir packen nach der Tombola zusammen und freuen uns schon aufs nächste Mal.

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Blocklandmarathon 2018

Obwohl so nah gelegen, hatten wir es noch nie geschafft den Blocklandmarathon in Bremen mitzufahren. In diesem Jahr passte uns der Termin gut und so fuhren wir gemütlich am Samstag vormittag zum TURA Bremen e.V., dem Gastgeber der Veranstaltung.

Der Start war auf halb zwölf angesetzt, so dass schon vorab Zeit blieb, um mit alten und neuen Bekannten ein wenig zu schnacken. Da die Lesum wie auch die Wümme unter Tideneinfluss stehen, war geplant die Runde in diesem Jahr im Uhrzeigersinn zu paddeln. Uns war der 41 Kilometer lange Rundkurs bereits von einer Tour im Frühjahr bekannt, so dass uns die Orientierung keine Schwierigkeiten bereiten sollte.

Die Strecke beinhaltet drei Umtragestellen. Dort jeweils zu schleusen ist möglich, da dies jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt, wollten wir tragen. Gegen das Verrutschen klebte ich mein Sitzkissen ins Boot, testete die Position und stellte bei der Gelegenheit fest, dass sich eine Verklebung des Stemmbrettes gelöst hatte und es dadurch unbenutzbar geworden war-25 Minuten vorm Start. Ohne Fußstütze ist schnelles Paddeln kein Vergnügen. Sofort bekamen wir Unterstützung in Form von Werkzeug durch Vereinsmitglieder von TURA. Leider war der Akkuschrauber nicht ausreichend geladen. Ein Freund hatte schließlich eine zündende Idee. Mit einem Spanngurt war eine stabile und einfache Lösung geschafft und wir noch rechtzeitig auf dem Wasser.

Mit auflaufendem Wasser ging es zunächst die Lesum entlang und dann hinein in die kurvige Wümme. Die erste Umtragestelle sollte nach etwa der Hälfte der Strecke an der Kuhsielschleuse liegen. Ab etwa drei Kilometer vorher war jedoch das Wasser noch so flach, dass wir deutlich weniger zügig voran kamen, da sich unser Seestern mit der geringen Wassertiefe schwer tat. Die uns bis dahin begleitenden flotten Einerkajaks fuhren uns davon.

Nach der Schleuse ging es schnurgerade drei Kilometer durch den Kuhgraben. Vorbei war es mit der Strömung. Am Ende des Kuhgrabens links liegt das Ziel der Kurzstrecke. Wir bogen nach rechts in die Kleine Wümme ab. Schon kurze Zeit später trugen wir an einer Schleuse erneut um.

Beidseits der Strecke gab es einiges zu sehen. Immer wieder fuhren wir an kleinen Häuschen vorbei. An einer Kreuzung, welche uns verunsicherte, weil die eigentliche Strecke so zugewachsen aussah, teilte uns eine Bewohnerin vom Rand aus mit, dass bisher einige Teilnehmer links und andere rechts lang gefahren wären. Wir entschieden uns für rechts und erreichten bald die Dammsielschleuse, hinter welcher wir wieder in die Wümme einsetzen sollte. Deren Wasserstand war inzwischen gewaltig hoch. Jedoch lief das Wasser noch immer zügig auf. Das Ziel bei TURA lag noch neun Kilometer entfernt. Also paddelten wir die übrigen Kilometer immer am Rand entlang, gegen die Strömung an. Und tatsächlich gelang es uns zum Schluss noch eines der schnellen Kajaks einzuholen, welches wir zwischenzeitlich gar nicht mehr gesehen hatten. Floppes Ziel, mal einen Marathon in unter vier Stunden zu absolvieren, verpassten wir jedoch um einige Sekunden.

Für die Ankommenden gab es ein Kuchenbuffet mit großer Auswahl an Leckereien, Kaffee und Gutes vom Grill. Bei herrlichem Wetter saßen wir mit vielen Leuten über die Siegerehrung hinaus bis in die frühen Abendstunden zusammen und tauschten uns über vergangene und zukünftige Paddelabenteuer aus. Ein wirklich runder Tag!

Caro & Floppe


Carsten und ich wollten im Oktober noch einmal an die Küste, nach dem wir im Mai den Bodden in Fischland Darß schon unsicher gemacht haben. Treffen 01.10.2015 bei Carsten um 07:30 Uhr. Wir mussten zuerst die vielen Hamburger Staus auf der A7 umfahren. Über Schleichwege sind wir nach Dänemark gefahren. In Hadersleben nochmal schnell in den Supermarkt und ab in den Hafen. Super modern und einfach hübsch. Am ortsansässigen Kajakverein waren ein toller Steg und Parkplätze für Autos. Die Dänen waren super nett am Steg und wünschten uns ein schönes Wochenende.
So, nun ging es endlich aufs Wasser. Der Hafenbereich ist mit Jachthafen, Freifläche für Theater und für die Menschen schön gestaltet. Danach ging es an einer alten Kirche direkt am Wasser weiter. Beeindrucken war für mich wie die Wiesen der Landwirtschaft im Fjord enden.
Schön war der Wechsel von alten Bauernhöfen, landwirtschaftliche Flächen ( Kuhweiden ) und große Mischwäldern. Am Horizont waren keine Windkraftanlagen oder ähnliches, was das Auge stören könnte. Außer diese komische Gewitterwolke die uns mit Donnern aber ohne Regen bis aufs Meer begleitet hat.
Nun machte sich bei mir der Kaffeedurst breit, den wir in Ärösund stillen wollten. Leider waren alle Läden im Ort zu, aber wir haben einen Umsonst- Zeltplatz nördlich am Hafen gefunden, gleich hinter dem Kajakclubgebäude.
Nun sind wir den Sund rüber nach Ärö gepaddelt. Am Südufer suchten wir nach einer Zeltmöglichkeit für die Nacht. Nach einer Weile fanden wir einen schönen Platz mit Tisch und Sitzbank für uns. Aber leider war es auch ein Parkplatz für die Öffentlichkeit um auf die Küste zuschauen, Wanderungen ins Naturschutzgebiet zu starten oder rüber nach Assens/Fünen zuschauen.
Nach dem Zeltaufbau hatten wir noch Zeit bis zur Dämmerung. So machten wir noch einen kurzen Spaziergang an einem Weinbaufeld und an uralten Höfen vorbei. Nach Abendbrot und Zähne putzen gingen wir zeitig ins Bett, nachts kam sehr starker Wind auf und ein Regenschauer jagte den Nächsten. Morgens war das Wetter ungemütlich und von Fünen kam
eine Gewitterzelle nach der anderen, so dass wir nicht rüber nach Bägö paddeln konnten. Also entschieden wir uns um Ärö herum zu paddeln und dann am Äröer Hafen zu enden. Es gibt im Hafen ein Restaurant und einen schönen Umsonst -Campingplatz. Bei der Überfahrt in Richtung Festland sahen wir noch drei Paddler die an der Küste Richtung Haderleben Fjord fuhren. Nach einer Umschiffung einer Sandbank sahen wir die drei anderen Paddler am Ufer wieder. Nun machten wir auch eine Pause um etwas zu essen. Als wir weiter fuhren, trafen wir wieder die anderen Paddler. Auch sie kamen aus Hamburg. Kurz nach dem Treffen sahen wir ein kleines Rudel Schweinswale, echt nah und schön anzusehen. So ging es gemütlich zum Hadersleben- Hafen. Insgesamt fuhren wir 46 Km in zwei Tagen. Wir waren dann sehr glücklich gewesen als wir bei Gewitterdonner im Auto sitzen dürften.

Michael

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